Was istCOD/BSB-Analysator?
CSB (Chemischer Sauerstoffbedarf) und BSB (Biologischer Sauerstoffbedarf) sind zwei Messgrößen für die Sauerstoffmenge, die zum Abbau organischer Stoffe im Wasser benötigt wird. Der CSB misst den Sauerstoffbedarf für den chemischen Abbau organischer Stoffe, während der BSB den Sauerstoffbedarf für den biologischen Abbau mithilfe von Mikroorganismen angibt.
Ein CSB/BSB-Analysator dient zur Messung des CSB- und BSB-Werts einer Wasserprobe. Diese Analysatoren messen die Sauerstoffkonzentration in der Wasserprobe vor und nach dem Abbau der organischen Stoffe. Die Differenz der Sauerstoffkonzentration vor und nach dem Abbauprozess wird zur Berechnung des CSB- bzw. BSB-Werts der Probe verwendet.
Die Messungen von CSB und BSB sind wichtige Indikatoren für die Wasserqualität und werden häufig zur Überwachung der Effektivität von Kläranlagen und anderen Wasseraufbereitungssystemen eingesetzt. Sie dienen auch zur Beurteilung der potenziellen Auswirkungen der Abwassereinleitung in natürliche Gewässer, da hohe Konzentrationen organischer Stoffe im Wasser den Sauerstoffgehalt verringern und Wasserorganismen schädigen können.
Wie werden BSB und CSB gemessen?
Es gibt verschiedene Methoden zur Messung des biochemischen Sauerstoffbedarfs (BSB) und des chemischen Sauerstoffbedarfs (CSB) in Wasser. Hier ein kurzer Überblick über die beiden wichtigsten Methoden:
Verdünnungsmethode: Bei der Verdünnungsmethode wird ein bekanntes Wasservolumen mit einer bestimmten Menge Verdünnungswasser, das sehr geringe Mengen organischer Stoffe enthält, verdünnt. Die verdünnte Probe wird anschließend für eine bestimmte Zeit (üblicherweise 5 Tage) bei einer kontrollierten Temperatur (üblicherweise 20 °C) inkubiert. Die Sauerstoffkonzentration in der Probe wird vor und nach der Inkubation gemessen. Aus der Differenz der Sauerstoffkonzentration vor und nach der Inkubation wird der BSB der Probe berechnet.
Zur Bestimmung des CSB wird ein ähnliches Verfahren angewendet, jedoch wird die Probe anstelle einer Inkubation mit einem chemischen Oxidationsmittel (z. B. Kaliumdichromat) behandelt. Die durch die chemische Reaktion verbrauchte Sauerstoffkonzentration dient zur Berechnung des CSB der Probe.
Respirometermethode: Bei der Respirometermethode wird ein verschlossenes Gefäß (Respirometer) verwendet, um den Sauerstoffverbrauch von Mikroorganismen beim Abbau organischer Stoffe in der Wasserprobe zu messen. Die Sauerstoffkonzentration im Respirometer wird über einen bestimmten Zeitraum (üblicherweise 5 Tage) bei kontrollierter Temperatur (üblicherweise 20 °C) gemessen. Der BSB der Probe wird anhand der Abnahmerate der Sauerstoffkonzentration über die Zeit berechnet.
Sowohl die Verdünnungsmethode als auch die Respirometermethode sind standardisierte Verfahren, die weltweit zur Messung von BSB und CSB im Wasser eingesetzt werden.
Was sind die Grenzwerte für BSB und CSB?
BSB (Biologischer Sauerstoffbedarf) und CSB (Chemischer Sauerstoffbedarf) sind Messgrößen für die Sauerstoffmenge, die zum Abbau organischer Stoffe im Wasser benötigt wird. Anhand der BSB- und CSB-Werte lässt sich die Wasserqualität und die potenziellen Auswirkungen der Abwassereinleitung in natürliche Gewässer beurteilen.
BSB- und CSB-Grenzwerte sind Standards zur Regulierung der BSB- und CSB-Konzentrationen im Wasser. Diese Grenzwerte werden üblicherweise von Aufsichtsbehörden festgelegt und basieren auf den zulässigen Mengen organischer Stoffe im Wasser, die keine negativen Auswirkungen auf die Umwelt haben. BSB- und CSB-Grenzwerte werden typischerweise in Milligramm Sauerstoff pro Liter Wasser (mg/L) angegeben.
BSB-Grenzwerte regeln die Menge an organischen Stoffen im Abwasser, das in natürliche Gewässer wie Flüsse und Seen eingeleitet wird. Hohe BSB-Werte können den Sauerstoffgehalt des Wassers verringern und Wasserorganismen schädigen. Daher müssen Kläranlagen bestimmte BSB-Grenzwerte einhalten, wenn sie ihr Abwasser einleiten.
Die CSB-Grenzwerte dienen der Regulierung des Gehalts an organischen Stoffen und anderen Schadstoffen in Industrieabwässern. Hohe CSB-Werte im Wasser können auf das Vorhandensein toxischer oder schädlicher Substanzen hinweisen und zudem den Sauerstoffgehalt des Wassers verringern und Wasserorganismen schädigen. Industrieanlagen müssen in der Regel bestimmte CSB-Grenzwerte einhalten, wenn sie ihr Abwasser einleiten.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Grenzwerte für BSB und CSB wichtige Instrumente zum Schutz der Umwelt und zur Sicherstellung der Wasserqualität in natürlichen Gewässern darstellen.
Veröffentlichungsdatum: 04.01.2023













